Veranstaltung: Donnerstag, 19. März 2026, 19:00 Uhr
Ort: Historisch-Ökologische Bildungsstätte, Spillmannsweg 30, 26871 Papenburg
Eintritt: regulär: 10 €, ermäßigt 7 € Abendkasse: regulär: 12 €, ermäßigt 9 €
Der Schauspieler und Regisseur Wolfgang Langhoff aus Düsseldorf wurde 1933 von den Nationalsozialisten verhaftet und über das Gestapo-Gefängnis Ulmer Höhe in eines der ersten Konzentrationslager des Emslands, nach Börgermoor, gebracht. Dort beteiligte er sich in der illegalen Lagerleitung am aktiven Widerstand gegen die Bewacher.
Im August 1933 trat er als „Direktor“ des „Zirkus Konzentrazani“ im Lager auf. Zum Abschluss dieser Veranstaltung wurde „Das Lied der Moorsoldaten“ (Text: Johann Esser, Musik: Rudi Goguel) erstmals vor den Gefangenen aufgeführt. Das sogenannte „Moorsoldatenlied“ wurde später zu eines der bekanntesten und eindrucksvollsten Selbstzeugnisse des Widerstands gegen das nationalsozialistische Regime.
Nach seiner Entlassung und vor einer drohenden erneuten Verhaftung floh Wolfgang Langhoff in die Schweiz, wo er am Zürcher Schauspielhaus im Emigrantenensemble arbeitete. Dort schrieb er seine Erinnerungen nieder, die 1935 unter dem Titel „Die Moorsoldaten. Ein unpolitischer Tatsachenbericht“ in Zürich erschienen.
Das Erscheinungsdatum dieses Buches jährt sich 2025 zum 90. Mal – Anlass für uns, die Biografie Wolfgang Langhoffs vorzustellen und ein Kapitel aus „Die Moorsoldaten“ zu Gehör zu bringen.
Die Journalistin und Autorin Esther Slevogt gibt in ihrem Vortrag umfassende Einblicke in das bewegte Leben Langhoffs mit all seinen Höhen und Tiefen. Ihr Buch „Wolfgang Langhoff – ein deutsches Künstlerleben im 20. Jahrhundert“ liegt am Büchertisch aus.
Der Schauspieler Thomas Lichtenstein, ehemaliges Mitglied des Oldenburgischen Staatstheaters, liest das Kapitel „Zirkus Konzentrazani“ mit der Schilderung der Uraufführung des Moorsoldatenliedes.
Unterstützt wird die Veranstaltung von der Emsländischen Volksbank, der Rosa-Luxemburg Stiftung Niedersachsen, der Buchhandlung Eissing, und Ralf Nehe.
