DIZ-Schriften
Band 11

Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager

 

Guido Fackler
„Des Lagers Stimme“.
Musik im KZ. Alltag und Häftlingskultur
in den Konzentrationslagern 1933 bis 1936.

Mit einer Darstellung der weiteren Entwicklung bis 1945 und einer Biblio-/Mediographie

Musik in Konzentrationslagern – damit wird das „Moorsoldatenlied“ aus dem KZ Börgermoor, vielleicht auch noch das „Dachau-„ oder das „Buchenwaldlied“ assoziiert. Wenig bekannt ist hingegen, dass Musik nicht nur im Ghetto-Lager Theresienstadt, sondern in allen Konzentrationslagern des NS-Regimes einen festen Bestandteil des Lagerlebens bildete. Wurde sie dabei von den Tätern missbraucht, um ihre Opfer zu disziplinieren, zu verspotten oder zu demütigen, bedienten sich die Häftlinge der Musik als Mittel des geistigen Widerstands und mentaler Überlebenshilfe.

Anhand vieler konkreter Einzelfälle, auf der Basis von Erinnerungsberichten, Gesprächen mit Zeitzeugen und Archivrecherchen befasst sich die vorliegende Studie erstmals systematisch mit den unterschiedlichen Formen und ambivalenten Bedeutungsgehalten von Musik in den Konzentrationslagern bis 1936.

Mit einer Darstellung der weiteren Entwicklung bis 1945 und einer umfassenden Biblio- und Mediographie bietet die Arbeit darüber hinaus einen generellen Überblick zum Thema.

628 S., gebunden, mit Abb., Edition Temmen, Bremen 2000; EURO 24,90
ISBN 3-86108-759-6 (vergriffen, keine Neuauflage vorgesehen)
 
 



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