Bibliothek,  Foto- 
und Dokumentenarchiv 

Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager

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Bibliothek

Mit der Fertigstellung des neuen Gebäudes verfügt das DIZ Emslandlager auch über Räumlichkeiten für seine Bibliothek und Archivalien, deren Bestände gerade in den letzten Jahren erheblich erweitert werden konnten.

Allein die DIZ-Bibliothek, anfänglich als kleine Handbibliothek eingerichtet, umfaßt inzwischen mehr als 6.000 Bücher, Zeitschriften und Broschüren. Möglich wurde die relativ rasche Bestandserweiterung durch eine Vielzahl von Spenden; rund 250 Verlage aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz haben bisher den Aufbau der themenbezogenen DIZ-Bibliothek unterstützt.
Hinzu kommen zahlreiche Schenkungen aus dem Privatbesitz ehemaliger Lagerinsassen. Es ist nicht "nur" die Geste der Verbundenheit, die gerade ihrer Unterstützung mit Literatur eine besondere Bedeutung gibt. Häufig handelt es sich bei den geschenkten Büchern um lange Jahre vergriffene Titel, die kurz nach 1945 oder in den 50er und 60er Jahren publiziert worden sind, oder um solche, die mit dem Ende der DDR verlorengegangen sind.

Um mit dem Buch und Zeitschriftenbestand sinnvoll umgehen zu können, wurde für die Bibliotheksbenutzerinnen und -benutzer eine detaillierte Systematik entwickelt, die vor allem einen schnellen Zugang zu den vielfältigen Einzelaspekten des Nationalsozialismus ermöglicht. Dabei berücksichtigt sie in ihrer Themendifferenzierung die Zeit der Weimarer Republik ebenso wie die Zeit nach 1945 oder die Bereiche Neonazismus, Rechtsextremismus und Rassismus.
Auf der Basis dieser Systematik wurden alle vorhandenen Bücher mit Hilfe eines EDV- Bibliotheksprogramms erfaßt, was die Suche nach bestimmten Titeln, Autoren und Themen sowie das Auffinden von Grundlagenliteratur zur NS-Zeit zusätzlich erleichtert.


 

Foto- und Dokumentenarchiv

Das Sammeln und Archivieren historischer Foto- und Textdokumente, die Suche nach authentischen, von den ehemaligen Gefangenen selbstverfaßten Texten über ihre Verfolgung und Haft und auch das Aufzeichnen ihrer Erinnerungen per Tonband oder Video gehörten von Anfang an zu den wesentlichen Bestandteilen der DIZ-Arbeit.
Trotz personeller und anfänglich auch räumlicher Unzulänglichkeiten und mit Hilfe vieler "Zuträger" (auch hier ist die Unterstützung ehemaliger Häftlinge besonders hervorzuheben) gelang es dennoch, über die Jahre hinweg einen beachtlichen archivalischen Grundstock zusammenzutragen, was sich nicht zuletzt in der Konzeption der Dauerausstellung widerspiegelt. Weitere Materialien und neue inhaltliche Impulse sind zudem vom "Zentralnachweis zu Verfolgung und Widerstand auf dem Gebiet des Landes Niedersachsen" zu erwarten, der gegenwärtig von der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung aufgebaut wird.

Inzwischen umfaßt das noch provisorische DIZ-Archiv